§ 4: Christliche Lieder für verschiedene Alter, Stände, Verhältnisse

(WW 25,268-283)

 

Gebetlied christlicher Eltern für ihre Kinder

 

Dir, Schöpfer, Geber aller Güter!

Dir, Menschenvater, Kinderhüter!

Zum Opfer bringen dankbar wir,

Gott, deinen besten Segen Dir –

Dir unsre Kinder. Sie sind dein:

Wem könnten wir sie besser weih’n?

Ja, aller Väter Vater! Treuer

Erbarmer! Segner und Erfreuer,

der Du der Vater Jesu Christ

ihr Vater, unser Vater bist!

Schau’ gnadenvoll auf die herab,

die deine Vaterhuld uns gab!

 

Dir sei des Leibs, der Seele Leben

Dir, bester Vater, übergeben!

Dein, der sie schuf, erlöst, erhält,

Dein sei’n sie ewig – nie der Welt.

Sie waren in der Tiefe schon

geweihet Dir und deinem Sohn!

 

Geweiht Dir, Jesus! – von dem Bösen,

kamst Du, auch Kinder zu erlösen.

Sie zu erheben in dein Reich,

warst Du einst einem Kinde gleich.

Man führte Dir die Kinder zu,

sie segnetest, sie herztest Du!


O Kinderfreund! Auf Deinen Armen

trag’ deine Kinder voll Erbarmen!

Lass sanft sie Dir im Schoße ruh’n,

Dir folgen, deinen Willen tun!

Dein Tempel sei ihr Leib! Es sei

ihr Herz von jedem Laster frei.

 

Den Schimmer der Vergänglichkeiten

lass nie zur Torheit sie verleiten!

Was dein Wort drohet und verheißt,

sei unvergesslich ihrem Geist!

Erfüll’ in Freud’, erfüll’ in Schmerz

mit deinem Glauben, Herr, ihr Herz.

 

Hilf, Vater, jeden Reiz der Sünden

den Schwachen mächtig überwinden!

Das Laster locke nie ihr Herz,

es zittre vor der Sünde Schmerz!

Ihr Herz, wenn Tugend es erblickt,

sei bis zu Freudenträn’ entzückt.

 

O, lehr’ uns selbst, in allen Pflichten

mit Munterkeit sie unterrichten!

Nie fehl’ uns Ernst und Zärtlichkeit,

die liebreich warnt und weislich dräut,

zu rechter Zeit vergibt und schont,

und wieder strafet und belohnt.

 

Nur dein Gebot, nur weise Lehren

lass sie aus unserm Munde hören!

Kein böses Wort, kein arger Scherz

verderbe ihr zu schwaches Herz!

Flöß’ ihnen den Gehorsam ein!

Und uns, uns – lehr’ ihr Beispiel sein!

 

Lass, Vater, lass ihr kindlich Lallen

um Christi willen Dir gefallen!

Gib dem Verstande Licht, und gib

dem Herzen zum Gebete Trieb!

Mit einem Herzen bitten wir,

wir Eltern: Zieh’ sie ganz zu Dir!

 

Die sanften, himmlischschönen Triebe

des Mitleids und der Menschenliebe,

des Wohltuns edle, süße Lust

erweck’ in ihrer zarten Brust!

Stets müss’ es ihre Freude sein,

das Elend liebreich zu erfreu’n!

 

Vor Elend, Vater, vor Gefahren

wie mächtig kannst Du sie bewahren,

Dein Engel leit’ und schütze sie!

Verlass sie, wenn sie sinken, nie!

In Dunkelheit sei Du ihr Licht,

im Tod noch ihre Zuversicht!

 

Sonst sei Dir, Herr, nichts vorgeschrieben,

Du liebst sie mehr als wir sie lieben.

Was immer hier ihr Schicksal sei:

Zufrieden sind wir, Du bist treu.

Die Rosen- und die Dornenbahn,

die Du sie führst, führt himmelan!

 

Und sinkt einst ihre Hütte nieder:

Im Himmel finden wir sie wieder.

Dann wird uns keines mehr entflieh’n,

wenn wir dem Himmel sie erzieh’n.

Aus Einer Seele jauchzen wir

dann ewig Halleluja, Dir!

 

 

Bei dem Sterben eines kleinen Kindes (Für Eltern)

 

So sei denn Dem zurückgegeben,

der dich, du holdes Kind, uns gab!

Dein Tod ist Übergang ins Leben,

und frühes Heil dein frühes Grab.

Nach wenig heißen Tränenstunden

entfloh’ dein unbefleckter Geist,

von aller Sterblichkeit entbunden,

zu dem, der Tote leben heißt.

Dein Schmachten fand Erquickung, und

ein Engel küsste deinen Mund,

und trug in seiner Brüder Chor

dich, sanfte Unschuld, froh empor! –

Hhn, wo die Schatten ganz verschwinden,

rein und unsterblich alles ist.

Dort wird das Aug’ dich wieder finden,

das Tränen hier um dich vergießt.

Dann drücket dich mit ew’ger Lust,

wer Gott und dich liebt, an die Brust,

und betet ewig mit dir an

den Vater, der nur lieben kann!

 

 

Zufriedenheit mit Wenigem (Für arbeitende, unbemittelte Familien)

 

Trachten will ich nicht, auf Erden

reich an Geld und Gut zu werden.

Was den Augen wohlgefällt,

Geiz und Lust nach Gut und Geld

macht, dass uns die bessern Freuden,

Gott und Himmel leicht verleiden,

raubt zur Tugend Lust und Kraft,

macht uns elend, lasterhaft.

D’rum bin ich hienieden

immerdar zufrieden,

wenn ich bis an’s Grab

Nahrung nur und Decke hab’.

 

 

Gebet eines Knaben (vor dem Bild des Knaben Jesus)

 

Reich an jeder schönen Gabe,

reich an Tugend und Verstand,

Jesus, welch ein frommer Knabe

warst Du an des Vaters Hand!

Warst Du in der Mutter Hütte!

Warst Du in der Lehrer Mitte!

Gott gehorsam in der Jugend,

warst ein Vorbild jeder Tugend,

möchtest, Jesus, Du allein

meine Lust, mein Vorbild sein!

 

Für arme Kinder

 

Herr Gott, ich bin ein armes Kind,

so arm, wie wenig Kinder sind.

Und dennoch betteln mag ich nicht:

Nein, Gott, Du meine Zuversicht!

 

Der Gott, der Aller Schöpfer ist,

ist auch der meine. Ja, Du bist

ein Vater aller Kreatur,

des Armen – nicht des Reichen nur.

 

Des Ärmsten Gott! Wie freu’ ich mich!

So wie der Reichste, dein bin ich.

Nie geh’ ich von Dir trostlos, leer;

Du bist mein Gott! Was will ich mehr?

 

Der Du der Menschen Vorbild bist,

wie arm warst Du, o Jesus Christ!

Doch bliebst Du voll Geduld und Ruh’:

Und wer ist reicher nun als Du?

 

Arbeit’ ich nur, so viel ich kann,

so nimmst Du stets Dich meiner an,

und wenn ich niemals müßig geh’,

erhörst Du, Gott, mich, wenn ich fleh’!

 

 

Ein Lied für die Jugend. Der Menschensohn auf Gottes Thron

 

Der Menschensohn

auf Gottes Thron

sei mein Gesang!

Sei’s spät, sei’s früh,

sei’s heut, wie nie,

sei’s lebenslang!

 

Er war einst hier

ein Mensch wie wir,

vom Kind zum Mann

wuchs Er heran

wie and’re Kinder;

und sank hinab

in’s kühle Grab,

wie alle Sünder.

 

Die Jüngerschar

sah, hörte Ihn

mit frohem Sinn

drei volle Jahr’.

Wer Ihn nur sah,

und redlich war,

rief: Gott ist da!

 

Die Lahmen geh’n,

die Blinden seh’n

auf sein Gebot.

Er half wie Gott

In jeder Not.

 

Wer zu Ihm schrie

mit Kindersinn

und gläubigkühn,

ging hilflos nie

in seine Hütte.

Denn keine Bitte,

kein traulich Fleh’n

konnt’ Er verschmäh’n.

 

Sein Wort war: Lieb’!

und duld’! Und gib!

und borg’! Vergib!

verleugne dich,

und glaub’ an Mich!

 

Erfreuen nur

war Ihm Natur.

auf allen Wegen

floss Himmelsstegen

den Kranken zu,

den Müden Ruh’.

 

Ein Edler lag

einst schon vier Tag’

im Grab, und roch

Verwesung – doch

der Herr des Lebens

kam nicht vergebens.

Sein Allmachtsblick

winkt schnell zurück

den Geist, der schon

dem Leib entfloh’n.

Warm ist das Blut

und Lebensglut

strömt durch die Glieder –

das Herz schlägt wieder:

Auf’s Wort: Hervor!

kam er hervor! –

 

Der Tote weckte

vom Todesraub,

und alles gut

getan – den streckte

in Todesstaub

die Feindeswut.

 

Er litt und starb

den Mördern gleich:

Sein Tod erwarb

uns Gottes Reich.

 

Am Kreuz trank Er

das Leidensmeer,

den Kelch voll aus;

Er riss heraus,

der große Held,

die Sünderwelt

aus Satansmacht,

aus Todesnacht.

 

Als Er drei Tag’

im Grabe lag,

kam Gotteskraft,

die Leben schafft,

und wecket den

Gekreuzigten.

 

Die Allmacht ruft:

Der Fels erbebt,

der Tote lebt.

Er lebt und geht

mit Majestät

aus seiner Gruft.

 

Er lebet wieder,

besucht die Brüder,

zeigt seine Glieder

der bangen Schar;

spricht göttlich wahr

vom Himmelreich;

glänzt Sonnen gleich;

stirbt nimmermehr –

Es lebt der Herr!

Es lebt der Herr!

Der Tod ist tot –

und Jesus – Gott!


Der Lanzenstich

zeigt glänzend sich

an seiner Seite.

Die Nägelweite

an Fuß und Hand

ist Liebespfand,

ist Siegesbeute.


Die Wolke kam

herab – entnahm

den Menschensohn

zum Himmelsthron

vom Erdenstaube.

Ach! Nur der Glaube

kann ihn noch seh’n.

Er schwebt – schwebt hoch –

hoch – höher noch

als alle Höh’n –

der Gottessohn

zum Vatersthron.

 

„Dies ist der Lohn

für deine Leiden!

Des Vaters Freuden

Sind alle dein,

sind ewig dein!

So setze Dich

zu meiner Rechte,

und dein Geschlechte –

das lag’re sich

herum um Dich. –

Ich liebe all’

als meine Kinder;

denn für die Sünder

litt’st Du die Qual

am Kreuzespfahl.“

 

Die Engel sangen

die Himmel klangen.
Nun sitzt der Sohn

auf Gottesthron!

Er kommt einst wieder.

Das Haupt ist Er,

wir seine Glieder;

sein ist die Ehr’

der Allvollendung.

Ihm sing’, was Zung’

und Odem hat.

Sein Wort ist Tat,

und alles Leid

wird Seligkeit

wenn er gebeut.

 

Der Menschensohn

auf Gottes Thron

sei mein Gesang!

Sei’s spät, sei’s früh,

sei’s heut, wie nie,

sei’s lebenslang!

 

Der Menschensohn

auf Gottes Thron

hört jede Bitte

der Glaubenden;

lenkt jede Tritte

der Hoffenden,

und bringt zum Ziel,

was zu Ihm will.

 

Der Menschensohn

auf Gottes Thron

sieht jeden Dank,

den ich Ihm bringe;

hört jeden Sang,

den ich Ihm singe;

hört’s, wenn ich lalle;

sieht’s, wenn ich falle –

und hebt mich auf,

wenn ich hinauf

mit Glauben schaue,

und Ihm vertraue.

 

Der Menschensohn

auf Gottes Thron

sieht in der Näh’,

sieht in der Ferne,

sieht’s, wenn ich geh’,

sieht’s, wenn ich steh’,

und segnet gerne.

 

Der Menschensohn

auf Gottes Thron

wacht, wenn ich ruh’;

sieht, was ich tu’;

sieht’s, wenn mich laben

die Nahrungsgaben;

sieht’s, wenn ich liege;

säh’s, wenn ich fliege

zur Höll’ hinab;

sieht’s, wenn ich sinke

nach Gottes Winke

in’s finstre Grab.


Der Menschensohn

auf Gottes Thron

sieht jede Träne,

die noch so leis’

die noch so heiß

herunter ränne,

und trocknet sie

schnell ohne Müh’.


Der Menschensohn

auf Gottes Thron

ist unser Herr –

und so wie Er,

herrscht keiner mehr.

 

Wer donnert? Er!

Wer blitzt? Der Herr!

Er schickt den Regen

auf’s dürre Gras:

Sein Allmachtssegen

macht alles nass.

 

Die Sonne wärmt

mit seinem Strahl:

Der Sturmwind lärmt –

tobt überall

mit seiner Kraft,

wenn Er ihm’s schafft –

und schweiget still,

sobald Er will.

 

Er ist’s, Er macht

den Tag, die Nacht –

die Bäume blüh’n,

die Wiesen grün,

das Eisen glüh’n,

die Funken sprüh’n.

Er gibt den Tau,

Er schmückt die Au.


Der Baum, das Blatt,

das Feld, die Saat,

die Ernt’ ist sein.

Was zart und weich

aufsprosst und reist,

und göttlichreich

von Segen träuft,

das Korn ist sein.


Was Stärk’ und Freud’

dem Menschen gibt,

dass ihn kein Leid,

kein Schmerz betrübt,

der Labewein –

die guten Gaben,

die Menschen haben,

sind alle sein.

 

Der Menschensohn

auf Gottes Thron

sei mein Gesang!

Sei’s spät, sei’s früh,

sei’s heut, wie nie,

sei’s lebenslang!

 

Für einen Jüngling, der in die Fremde reist

 

Auch außer meinem Vaterland

wirst Du, Gott, mit mir sein;

wo immer nur mich deine Hand

hinführt, da bin ich dein!

 

Du schufst, erhältst, beseelest mich!

Du, Du gibst alles mir:

Umgeben immerdar bin ich,

Lebendigster, von Dir!

 

Ja, Vater Jesu Christi, sei

stets fühlbar nahe mir,

dass ich der Tugend immer treu,

und fröhlich sei in Dir!

 

Der Glanz der Erdenherrlichkeit

entlocke Dir mich nie;

was kurz vergnügt, und lang gereut,

gib, dass ich’s redlich flieh’!

 

Wer’s treu nicht mit der Wahrheit meint,

dem Freund von List und Spott,

dem Freund des Spiels – der Tugend Feind

entreiße mich, mein Gott!

 

Wer Wollust sucht, der Freund der Pracht

soll mir verächtlich sein!

Und vor dem Wurm, der Deiner lacht,

erzittre mein Gebein!

 

Wer nichts als Tugend liebt und Dich,

wer redlich ist und still,

und sanft und klug: der ist’s, den ich

zum Freunde wählen will.

 

Mit Bruderlieb’ umfasse stets

mein Herz, wen ich erblick’!

Und Ziel des täglichen Gebets

Sei meines Nächsten Glück.

 

Vollkomm’ner, weiser und ein Christ,

betret’ ich einst das Land,

das mir von Gott bezeichnet ist,

wo ich mein Leben fand.

 

Der frommen Eltern Ruhm und Lust,

im Alter noch ihr Stab,

und keines Lasters mir bewusst,

begleit’ ich sie zum Grab.

 

Mir folgt ihr Segen Jahre lang,

bis einst mein Auge bricht;

dann macht kein Tod, kein Grab mir band,

dann schreckt mir kein Gericht.

 

Der Fehler Menge deckt die Huld,

die einst am Kreuze starb,

auch mir Versöhnung meiner Schuld,

auch Leben mir erwarb.

 

Ja, Leben mir, Unsterblichkeit!

Erhebe Dich, mein Geist!

Die Ewigkeit ist’s, Ewigkeit,

wohin der Jüngling reist.

 

 

Gebetlied eines Dienstboten

 

Du, aller Wesen Herr und Meister!

Des Leibes Schöpfer! Geist der Geister!

Mein Schöpfer! Vater! Ich bin dein.

Du hießest mich, o Allmacht, werden,

Du setztest mich, dein Kind, auf Erden -

Und Deiner soll mein Herz sich freu’n!

 

Du heißest mich den Menschen dienen –

Dir, Dir nur folg’ ich, folg’ ich ihnen,

Dir, unser Aller Herr und Gott!

D’rum hilf mir, meiner Herrschaft Willen

gewissenhaft und froh erfüllen,

als deinen Willen, dein Gebot.

 

Bewahre mich vor bittern Klagen!

Lehr’ mich mein Joch gelassen tragen,

und stets auf Dich, auf Dich nur seh’n!

Herr! Lehr’ mich reden! Lehr’ mich schweigen!

Mich unbeweglich treu erzeigen,

und nur gerade Wege geh’n!

 

Der Herrschaft Glück soll mich erfreuen!

Lass jeden Fehler mich bereuen!

Und frömmer werde stets mein Herz!
Bewahre mich vor Stolz und Neide!

Vor Ungeduld, Herr, wenn ich leide!
Sei Du mein Trost in jedem Schmerz!

 

O, gib mir Weisheit, mich zu schmiegen!

Gehorsam, Herr, sei mein Vergnügen!

Und Freude sei mir jede Pflicht!

Mein Sitzen, Liegen oder Stehen,

mein Reden, Schweigen, Tun und Gehen

gescheh’ vor deinem Angesicht.


Du bist der Treue, der Gerechte!

Der Herr der Herren und der Knechte!

Der Armen wie der Reichen Heil!

Der Allerniedrigste auf Erden

kann groß in deinem Reiche werden,

hat Fürsten gleich, Gott, an Dir Teil!

 

Ja, Du wirst ewig mich belohnen!

In deinem Himmel werd’ ich wohnen,

dort König mit Dir König sein!

Ach, Herr, möcht’ ich dies stets ermessen!

Nicht dein und deines Reichs vergessen!

Wie würd’ ich ewig selig sein!

 

Danklied für den allgemeinen Wohlstand des Vaterlandes

 

Aus deiner milden Segenshand,

Du Geber aller Gaben,

muss jedes Volk und jedes Land,

des Guten Zufluss haben.

Mit großer Weisheit hältst Du Haus,

und breitest Deine Güte aus,

der Völker Wohl zu gründen!

 

Von Dir stammt Kunst und Wissenschaft,

wodurch die Länder blühen.

Du schenkest Jedem Mut und Kraft,

sich nützlich zu bemühen,

in seinem Amt, Beruf und Stand,

dazu dein Rat ihn tüchtig fand,

zum Besten mitzuwirken.

 

Als milder Geber zeigst Du Dich

den Völkern aller Lande;

und Du verknüpfst sie unter sich

Durch Deines Segens Bande.

Vom fernen Ort, vom fernen Nord,

strömt deines Segens Quelle fort

zum Westen und zum Süden.

 

Du gibst den Schiffen ihren Lauf

auf Strömen und auf Meeren,

und hilfst dem Flor der Handlung auf,

viel Tausende zu nähren.

Zur Notdurft, zur Bequemlichkeit,

verteilst Du Deine Gaben weit

durch manche Handlungszweige.

 

Du segnest auch des Künstlers Fleiß

zum Nutzen seiner Brüder.

Was er nur Gutes kann und weiß,

das kommt von Dir hernieder.

Was deine Güt’ uns zugewandt,

das fließet stets aus Hand in Hand –

durch nützliche Gewerbe.