Funken, das ist: Sprüche, Lehren etc. mit kurzen Inschriften

(in Auswahl)

Denkspruch des christlichen Helden
Wer glaubt und liebt, hat die Schlacht gewonnen. 

Das Doppelauge der Religion
Die Religion hat zwei Augen. Eines blickt zu Gott - auf, von dem alles Gute kommt; das andere in die Ewigkeit hinüber, die uns mit Gott wieder vereinigt; beide in das Gemüt des Menschen ein und auf sein Leben hin, um Gemüt und Leben Gottes und der Ewigkeit würdig zu machen.

Die vornehmste Arbeit des Menschen
Jeder Mensch hat einen Acker, oder besser, ist selbst der Acker, auf dem, wenn alle Disteln ausgejätet, und die Einflüsse des Himmels aufgenommen und treu verarbeitet werden, das beste Getreide wächst, reif für die Ewigkeit. 

Zu und auf
Wenn die Pforte von unten her - den Einflüssen des Bösen treu verriegelt wird: so tut sich die Pforte nach oben - mächtig auf, und die Einflüsse des Guten strömen ungehindert herein. 
Was die Pforte von unten her zuriegelt, ist Welt- und sich besiegender Glaube; was die Pforte nach oben aufmacht, ist Gott anfassender Glaube. 
Darum spricht die Weisheit: "Mein Gerechter lebt aus dem Glauben."

Das Gold und das Brot
Wir sollten reines Gold in Gottes Tempel, genießbares Brot auf Gottes Tafel werden. 
Das Gold wird durch die Glut geläutert, das Brot durch das Feuer gebacken. Darum kommen wir in den Glut- und Backofen der Trübsal. 

Der beste Rat
Hast du ein Anliegen, so mache eine Bitte daraus - zum Herrn um Licht, das Rechte zu sehen, um Stärke, in seinem Namen es anzufangen, und um Beharrlichkeit, das Angefangene zu seiner Ehre weiter zu fördern und zu vollenden.

Die Träne
Die Tränen werden im Land der Vergänglichkeit geboren; aber, wenn uns die Sonne der Unvergänglichkeit ins Auge blitzt: dann entwickelt sich himmlische Süße aus der irdischen Träne. 

Ich, der Weinstock, ihr, die Reben
Wie der wohlangelegte Weinberg seine Fläche zur Sonne gekehrt - hält: so hält der Fromme sein Herz dem erwärmenden Strahle seines Gottes entgegen. 

Ernst und Milde
Wenn dir Gott eine schwere Bürde auflegt, so legt er seine Hand unter, damit die Bürde nicht zu schwer drücke.

WW 39,334-345)